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Was ist ein Apochromat? Es ist ein meist kurzbrennweitiges, äußerst farbreines Linsenteleskop mit einem 3-4-linsigen Objektiv. Warum ist dieser Teleskoptyp teurer? Je kurzbrennweitiger ein Teleskop bei gegebener Öffnung ist, desto lichtstärker ist es beim Betrachten flächiger Himmelsobjekte und desto "schneller" ist sein Öffnungsverhältnis, das ja nur das Verhältnis aus Öffnung zu Brennweite ist. Das Problem: Bewegt man sich beim Öffnungsverhältnis bei f/8 oder vielleicht noch "schneller" bei f/6, dann gelingt die Farbkorrektur mit einem zweilinsigen Objektiv nach Fraunhofer nur unzureichend. Es wird eine oder zwei weitere Korrekturlinse(n) benötigt, um den Farbfehler auf fast 0 zu korrigieren. Alle Linsen müssen dabei sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, was auch für deren Abstand zueinander gilt. Und das macht die Fertigung solcher Teleskope einfach teurer.
Lichtstarke und kurzbrennweitige Apochromaten sind beim Betrachten und Fotografieren flächiger und lichtschwacher Himmelsobjekte fast unschlagbar, denn sie liefern eine Abbildungsleistung, die mit einem Spiegelteleskop gleicher Öffnung nie erreicht werden kann, da diese meist optische Elemente im Strahlengang haben, die für unerwünschte Beugungserscheinungen (Kontrastverlust) und Lichtverlust führen.
Fazit: Kurzbrennweitige Apochromaten bieten die beste Abbildungsleistung wenn ein großes reales Bildfeld benötigt wird.
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